Domitian

 

Domitian
Eine Marmorbüste von Domitian. Die Haare sind ein Produkt künstlerischer Freiheit, denn Domitian hatte eine Tendenz zur Kahlköpfigkeit.
(Bild: Foto von Jastrow / gemeinfrei)

Im Jahr 86 n. Chr. begründete Domitian (Kaiser von 81 bis 96 n. Chr.) die Kapitolia in Rom zu Ehren von Iuppiter Capitolinus, dem höchsten Gott der Römer. Diese nach griechischem Vorbild alle vier Jahre stattfindenden Spiele nahmen umgehend einen wichtigen Platz neben den Spielen der Periodos ein und machten Rom zum Rivalen Olympias. Extra für diese Spiele hatte der Kaiser ein neues steinernes Stadion auf dem Marsfeld errichten lassen, welches 15 000 Zuschauern Platz bot (die heutige Piazza Navona, der mit 250 Metern längste Platz Roms).


Den ersten Spielen saß der Kaiser selbst vor, gekleidet im Purpurgewand und mit einer goldenen Krone, auf der die Götter Iuppiter, Iuno und Minerva abgebildet waren. Die Sieger erhielten ihre Kränze aus den Händen des Kaisers. Vor allem während der Pferderennen war Domitian nicht nur Kaiser, sondern auch ein großer Fan.


Domitian erfreute sich auch an den römischen Gladiatorenkämpfen: unter seiner Herrschaft wurde das berühmte Kollosseum fertiggestellt, wo Domitian allerlei Veranstaltungen wie Tierhetzen und Seeschlachten abhalten ließ. Auch liebte er die üblichen römischen Pferderennen im Circus Maximus, wo er ein Anhänger der Grünen war.